Reise nach Istanbul

Tagebuch eines Abiturienten, August 1980

Das Bild der Türkei war Ende der 1970er geprägt durch fehlende politische Stabilität, ungelöste wirtschaftliche und soziale Probleme, Streiks und Terrorakte links- und rechtsextremer Gruppen.

Von keiner Ahnung getrübt planten Franz und ich eine Reise, die uns erst nach Istanbul, von dort ins griechische Alexandropolis und per Insel-Hopping nach Athen bringen sollte. Wir erreichten Istanbul am 27. August im Vorfeld des von der Nato und den USA unterstützten Militärputsches.


25. August: Gestern war miese Stimmung. Der Chef (mein Vater) neidete mir aus unerfindlichen Gründen die zweite Reise in diesem Jahr. (...) Die Chefin hatte im Café alle Hände voll zu tun. Beinahe hätte ich den Zug versäumt …

 


Feuerball

zur Explosion der (halb)privaten Antaris-Raumfähre Cygnus unmittelbar nach dem Start

Ein Licht in dunkler Nacht
Meuchelt alles um sich herum
Ein Licht in dunkler Nacht
Erhellt was es nicht tötet
Ein Licht in dunkler Nacht
Erhebt den fernen Betrachter
Ein Licht in dunkler Nacht ist es,
Das unseren Planeten nährt.

(Das Gedicht antwortet auf ein Gedicht von Hannah Buchholz zum gleichen Vorfall)


Ausstellung und Lesung: In der Welt irgendwie …

Poetische Textbilder in den Räumen der "Guten Tat"

Danke für Ihr Interesse. Es war ein schöner Abend.






Hermanns Hefte 2013: In der Welt irgendwie

am 16. März 18h in der Kutv-Buchhandlung (Ligsalzstr. 13)

Am 13. März erschienen zum dritten Mal Hermanns Hefte. Hier finden Sie Kostproben der darin gestalteten Auseinandersetzungen zwischen Bildern und Texten über die Fährnisse des Lebens. Neu in dieser Ausgabe: Verdichtete Erlebnisse aus Zeiten, in denen der Autor noch nichts von der Existenz von Buchstaben wusste.


Text und Bild, sie streiten 

Und umschmeicheln sich.

Worte deuteln,

Farben produzieren sich.


Besuchen Sie die 
Lesung am Samstag den 16. März 2013 um 18h
in der Kutv-Buchhandlung, Ligsalzstr. 13

mehr: www.kutv.de


 

 

Text und Bild, sie streiten - und umschmeicheln sich

Ausstellung und Buchvorstellung

Bilder und Texte diskutieren über ein Leben, das Leben. Nicht immer sind sie sich einig. MIt diesem Thema eröffnet Hermann Gfaller die Kunst- und Textwerk Galerie im Münchner Westend.

Die Auseinandersetzung von Text und Bild findet in drei Formen statt:
- Buch: Vorstellung der neuen Reihe „Hermanns Hefte“. Darin schaut sich der Autor Hermann Gfaller unter dem Titel „In der Welt irgendwie“ in unserer Erlebniswirklichkeit um, und gibt ihre widersprüchliche Vielfalt in Wort und Bild wieder.

- Malerei: Während bei Fotografien Bild- und Textgeschichte miteinander konkurrieren, ringen in der informellen Malerei Text und Bild darum, wer im Vordergrund stehen soll

- Karteikarten: Der Gasteig hat seine Karteikarten zugunsten eines Online-Katalogs ausgemustert. Der Verlag hat einen der ausgemusterten Karteikästen erworben, der von Hermann Gfaller mit poetischem Bildern und Texten gestalteten Karteikarten gefüllt wurde. 

Kunst- und Textwerk Galerie,
München-Westend, Ligsalzstr. 11

In der Welt irgendwie

Hermanns Hefte 2012

Es geht weiter mit Hermanns Heften: Bilder und Texte diskutieren in der Ausgabe für 2012 wieder über ein Leben "in der Welt irgendwie". Nicht immer sind sie sich einig. Manchmal zieht sich das Bild vom Gedanken irritiert zurück. 
Die mit allen Sinnen wahrgenommene Vielfalt ist ist im Kunst- und Textwerk Verlag (www.kutv.de) erhältlich.  


Text und Bild, sie streiten 

Und umschmeicheln sich.

Worte deuteln,

Farben produzieren sich.

 

Hermanns Hefte 2012
Lesung im Kunst und Textwerk Verlag
München Westend, Ligsalzstr. 13
am 23. März 2012, 20 Uhr 
www.kutv.de


 

 

"In der Welt irgendwie"

Erster Band von Hermanns Heften

Bilder und Texte diskutieren "in der Welt irgendwie" über ein Leben. Nicht immer sind sie sich einig. Manchmal zieht sich das Bild vom Gedanken irritiert zurück. Es bleiben Umblicke auf dunklem Hintergrund. 
Die mit allen Sinnen wahrgenommene Vielfalt ist so reich, dass es lohnt die Bildgedichte und Hermanns Hefte fortzuschreiben. So ist das Heft für nächstes Jahr bereits in Vorbereitung und ab Dezember 2011 im Kunst- und Textwerk Verlag (www.kutv.de ) erhältlich, wo sie die aktuelle Ausgabe bekommen.


Vom Ende des Journalismus als Beruf

Recherchieren Sie schon vogelfrei oder fürchten Sie noch Ihre Entlassung?

Das Internet ersetzt mehr und mehr die Zeitung. Immer öfter werden Redakteursstellen durch so genannte Content-Manager ersetzt, die Texte noch einstellen, aber nicht mehr recherchieren. Das brauchen sie auch nicht, weil diese Texte in einem schwunghaften Handel von irgendwoher bezogen oder einfach aus dem Netz geklaut werden. Welcher Verlag leistet sich da noch teure Journalisten?



Gegen Rasterfahndung per Internet

Es gibt schon genug Dossiers über uns

Alle Welt regt sich über die Schnüffelei von Unternehmen wie Bundesbahn, den Datenmissbrauch bei Callcentern oder die Datenbevorratung für Ermittlungsbehörden auf.  Gleichzeitig, ist für uns, so titelte kürzlich Die Zeit „Google: Der Spion, den wir lieben“. Warum eigentlich verbietet keiner die Rasterfahndung in Netz, das Zusammenführen von Informationen zu namentlichen User-Profilen, zu Dossiers?


 

 


Fischhäute

Rettungsaktionen


Auf Wirtschaftsseiten rechthabern

So manche Anzugjournalisten virtuos

Mit hohen Zahlen, als wären es die ihren:

Sie möchten sich – sie glauben es nur nicht –

In Scheiße sonnen.


Immer noch und immer wieder …


Neue Arbeitskräftepotenziale

Derzeit umworben: Kinder, Senioren, Ingenieure

Kinder und alte Menschen haben in wirtschaftspolitischen Diskussionen Hochsaison. Mehr Bildung vom Kindergarten an soll hiesige Wirtschaft mit global wettbewerbsfähigen Arbeitskräften versorgen. En vogue ist derzeit die Nachfrage nach Ingenieuren. Hofiert werden nach den Jahren des Arbeitsplatzabbaus derzeit sogar die lange als zu teuer und nicht mehr lernfähig diskreditierten älteren Mitarbeiter.


Nachhaltige Augenwischerei

Verdienen an der Armut

Als ob der Green-IT-Hype nicht schon genug nerven würde. Nun wird er auf Nachhaltigkeit ausgedehnt. Gemeint ist damit, dass Unternehmen ökologische und soziale Verantwortung übernehmen sollen. Eine Studie dazu jagt die andere und alle haben sie den gleichen Tenor: Tue Gutes und werde reich damit.


Wasserstoff fürs Image

Beispiele BMW und DaimlerChrysler

[Recherchestand 2001] Sauberen Wasserstoff statt umweltschädliches Benzin propagieren Daimler-Chrysler und BMW. Wichtiger als die Senkung der Kohlendioxid-Werte ist ihnen allerdings, ihr Markenimage nicht zu beschädigen.


 


Wir wollten IT als Jobkiller

Ein Kommentar aus 2002

Rationalisierung war immer schon das zentrale Argument für die Anschaffung eines Computers im Unternehmen. Von Anfang an galten Rechner daher als Jobkiller. Wir wollten es so …


Kein Vitamin B

Lediglich begleitende Maßnahmen

Erster Tag,
Zweiter Tag,
Dritter Tag,

Zweite Woche,
Dritte und
Vierte Woche



Dritter Monat,
Vierter Monat
Und Fünfter

Ein halbes Jahr
und noch ein Monat
und noch einer …

 



Licht, endlich
ein wenig Licht!



weitere Inhalte:


Schlosscafé

weitere Gedichte von
Hermann Gfaller,
in



online erwerben
 Preis: 11,80 €
Taschenbuch: 96 Seiten, 5 farbige Abbildungen
Verlag: Kunst- und Textwerk Verlag (www.kutv.de)
ISBN-13: 978-3937000237

 


 

Glaubenssache

Januar2009

Wahrheit trennt
Sobald man sie –
Äußert,
Schlimmer noch,
Fordert.

Falls ich Wahrheit kenne,
Dann, weil ich mich kenne,
Mich schäme und schweige.

Mein Gott scheitert,
Wo er Deinen beleidigt,
Den ich nicht kenne.
Die Grenze ist überall.




Winter

Neujahr 2009

Keep your flowers
Through rough winters
All,
All colours



Glatteis

Februar 2009


 

Erinnerungen an Spanien

Sie sind klein,
klein gegen die Brandung,
die zwei …



herbstliche Haikus

I
Weiße Möwentupfen
Auf Morgenwiesen
Und erste Krähen

II
Unter Kronen
Knistern
Rostende Wiesen

III
Nasse Dächer
Funkeln im Morgennebel
Mehr Fühlen als Sehen

IV
Klamme Finger
Umgreifen den
Fahrradlenker

V
Bunte Baumwolken
Entwachsen Isarauen
Lichtklares Maximilianeum

VI
Roter Wein
Spätes Feuer
an Gelben Mauern

VII
Strahlend blaue
Morgenkälte
Dampfende Isar

VIII
Gelb und Rot leuchten
an Sonne statt
Kastanie und wilder Wein

IX
Die Isar hüllt Brücken ein
Ziellos in den Morgen Laufen
Hoffnung auf Himmel

X
Unter der Bettdecke
Horten wir Wärme
Gegen eisblaue Morgen


Weltbuidln

November 2005

S'muaß hoilt …
    stöhnt da Realist

s'kimmt, wia's kimmt
    sogt a, da Fatalist

s'is wia's is
    resigniern vuil

s'is wia's is
    wurmts'n Opportunisten

s'is halt so
    droht da Zyniker

i richt ma's scho
    prahlt da Egoist

s'werd scho no
    moant da Utopist

Schau, d'Bleamln
    zoagt uns da Optimist